Es gibt Projekte, die man betreut. Und es gibt Projekte, die einen begleiten. setta war das zweite.
Rund 20 Jahre lang habe ich diese Marke konzeptionell und kreativ mitentwickelt — als Teil eines Teams, das verstanden hat, dass eine Marke nur dann wirklich lebt, wenn die Menschen dahinter bereit sind, etwas zu wagen. Dirk Vossen, Alexandra Friedrich und das gesamte setta-Team haben das gewagt. Immer wieder.
setta ist eine Eigenmarke im professionellen Farbengroßhandel. Eine Verbundgruppe. Eine Branche, die traditionell eher auf Verlässlichkeit als auf Differenzierung setzt. Kein glamouröses Umfeld. Kein großes Medienbudget. Und trotzdem — oder genau deshalb — wurde setta zu etwas, das selten ist: einer Marke, die man spürt.
Das ist kein Zufall. Das ist eine Entscheidung. Eine, die man immer wieder treffen muss — gegen den bequemen Weg, gegen das generische Mittendrin, gegen das „So macht man das halt in unserer Branche."
Was wir gemeinsam entwickelt haben, war kein Rebrush. Es war ein echtes Markenverständnis — mit einem klaren Purpose, der nicht auf einem Flipchart entstanden ist, sondern aus dem Inneren des Unternehmens. Wer sind wir? Wofür stehen wir? Was treibt uns an? Diese Fragen klingen einfach. Sie sind es nicht. Und sie lassen sich nicht einmal beantworten — sie müssen immer wieder neu beantwortet werden.
Die Kommunikation, die daraus entstand, war frisch, kraftvoll und stringent. Einfach, frech und professionell — in einer Branche, die das so nicht kannte. Und der Markt hat es gespürt: setta schaffte es zwei Jahre hintereinander in die Spitzenpositionen beim Kreativpreis 18/1 — vor Marken wie Haribo, Rewe oder Nivea.
Silber beim Kreativpreis 18/1
Aber das war nicht das Ziel. Das war das Ergebnis.
Das Ziel war immer, eine Marke zu bauen, die bei Händlern und Anwendern nicht nur bekannt, sondern verankert ist. Die nicht nur funktioniert, sondern etwas bedeutet. Die nicht nur verkauft, sondern verbindet.
Drei weitere Motive aus der setta-Kampagne — frech, eigenständig, unverwechselbar.
Was bleibt nach 20 Jahren? Die Überzeugung, dass Markenarbeit immer Beziehungsarbeit ist. Zwischen dem Unternehmen und seiner Marke. Zwischen der Marke und ihren Menschen. Und zwischen den Menschen, die eine Marke gemeinsam entwickeln — mit dem nötigen Handwerk, dem nötigen Mut und dem nötigen Vertrauen füreinander.
Danke, setta. Es war mehr als ein Projekt.